Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen - Landesstelle

„… katholisch, evangelisch oder ‚normal‘? Kirchliche Erwachsenenbildung in säkularer Gesellschaft“

 

Ein Fachtag der evangelischen und katholischen Erwachsenenbildung in Sachsen

Bei einer Umfrage auf dem Leipziger Hauptbahnhof wurde gefragt: „Sind Sie evangelisch oder katholisch?" Und einer der Passanten antwortete: „Weder noch, normal halt." Die 1999 von Studierenden ermittelte Antwort spiegelt ein typisch ostdeutsches Lebensgefühl wider.

In welchen Wirklichkeiten leben Menschen in Ostdeutschland? Was glauben sie normalerweise? Was ist für sie unverzichtbar oder nennen sie sogar „heilig", wenn sie sich keiner Konfession zugehörig fühlen? Oft rätseln wir über die Konfessionslosen in unserer kircheninternen Wirklichkeitswahrnehmung.

Aber das wissen wir zumindest: viele Frauen und Männer in Ostdeutschland leben auch ohne konfessionelle Bindung oder eingetragene Kirchenmitgliedschaft sehr gut. Und sie verbinden ihr Leben mit hohen Werten und Normen.

Konfessionelle Bildungsarbeit kann die ostdeutsche Normalität nicht ignorieren. Und sie muss sich fragen (lassen), welchen genuin christlichen Beitrag sie in der Erwachsenenbildungslandschaft beitragen kann.

Der Fachtag versteht sich als Werkstatt. In Vorträgen, Impulsen aus der Kunst und einem WorldCafe wollen wir evangelisch oder katholisch verantwortete Erwachsenenbildung auf den Prüfstand stellen. Und auf der Basis der Ergebnisse des Fachtages werden wir am 29. August 2018 weiterarbeiten.

Referentinnen:

Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen

Ulrike Almut Sandig, Schriftstellerin und Lyrikerin, Berlin

Prof. Dr. Eberhard Tiefensee, Universität Erfurt