Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen - Landesstelle

Raum und Ritual

Die heutige gottesdienstliche Nutzung von Kirchenräumen ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Geschichte des komplexen Verhältnisses von Liturgie und Raum.

Am Beispiel des Kirchenraumes des Meißner Doms betrachten und erfahren wir den ursprünglichen Richtungssinn einer gotischen Kirche. Im Durchschreiten des Doms von West nach Ost, vom Tod zum Leben, von der Dunkelheit zum Licht, erfahren wir zwei unterschiedliche Welten: die Logik der Liturgie, deren Mittelpunkt der Altar ist – und auf der anderen Seite die Logik des „immerwährenden Chors", deren Mittelpunkt der Hohe Chor ist.

Wie sind beide Welten zu verstehen? Welche Bildbeziehungen gibt es zwischen beiden? Wie reagierte die gotische Raumplanung auf die Anforderungen der Liturgie?

Ein Tag, an dem Sie durch Vortrag und Erkundung vor Ort, den Kirchenraum als Abbild des liturgischen Geschehens bewusster wahrnehmen werden und in seiner Deutung besser kennenlernen.